Was ist erreichbar – das Therapieziel?

Am Beginn einer Therapie steht meist der Leidensdruck, ausgelöst durch ein seelisches Problem. Für den Patienten oder die Patientin ist es dabei von Beginn an von größter Bedeutung, genau zu wissen, was ihn erwartet. Aus diesem Grund geht der konkreten psychotherapeutischen Arbeit immer eine Vereinbarung zum Therapieziel voraus. Psychotherapeut und Patienten/Patientinnen schaffen darin gemeinsam Klarheit und Transparenz darüber, was den Patienten erwartet, welche möglichen Verläufe der Therapie denkbar sind, was er/sie selbst zum Erfolg beitragen kann und muss und schließlich, worin dieser Erfolg, genau besteht – was also das Therapieziel sein sollte.

Rahmenbedingungen

Transparenz ist die Basis für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Therapeuten und Patienten. Fragen zu den Rahmenbedingungen werden am Beginn geklärt:

  • Häufigkeit und Dauer der Sitzungen
  • Ablauf der Sitzungen
  • Zielvereinbarung (Therapieziel)
  • Umgang mit Terminverschiebungen
  • Finanzierung:
    Welchen Anteil muss der Patient/die Patientin tragen, was sind die Voraussetzungen für Zuschüsse durch die Gebietskrankenkasse?

Psychotherapie – der Verlauf

Häufig sind die Gründe, welche Sie bewogen haben eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, Störungen, Konflikte und andere Ursachen, deren Bewusstwerdung eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Aus diesem Grund sollten Sie sich beim Erreichen Ihrer Therapieziele auf einen Prozess von mehreren Monaten, möglicherweise Jahren einstellen. Psychotherapie zielt nicht auf kurzfristige Euphorie ab, sondern auf langfristige nachhaltige Erreichung der vereinbarten Ziele. Der offene Umgang mit diesem Umstand wird in der Psychotherapie-Praxis Mayr (Braunau am Inn) als wichtig erachtet.

Im Laufe einer Psychotherapie befassen sich Patient und Therapeut zunächst damit, die Beschwerden und deren Ursachen zu analysieren und zu lernen, diese zu verstehen.

Im Anschluss an diese Analysephase erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Therapeuten neue vielleicht ungewohnte Schritte in Ihrem Handeln. Sie setzen sich damit auseinander, welche Folgen diese Schritte für Sie persönlich, möglicherweise aber auch für Ihre sozialen Beziehungen haben und vor allem was sie emotional in Ihnen auslösen.

In sehr individuellen Prozessen werden Lösungswege besprochen, sowie Fortschritte und Rückschläge analysiert. Es wird Phasen geben, in denen Sie eine Verbesserung feststellen – Rückschläge und emotional schmerzhafte Einsichten gehören allerdings ebenfalls dazu. Mag. Julian Mayr begleitet Sie als Ihr Psychotherapeut auf diesem Weg.

Das Ende einer Psychotherapie – was wurde erreicht?

Im Laufe einer psychotherapeutischen Behandlung sollte nach einer gewissen Zeit ein Rückgang der Beschwerden erkennbar sein. Mit Blick auf die im Vorfeld vereinbarten Therapieziele vereinbaren Therapeut und Patient gemeinsam, wann der Zeitpunkt gekommen ist, die Behandlung einem Ende zuzuführen. Sie sollten dann eine deutliche Verbesserung im Hinblick auf die seelischen Beschwerden verspüren, welche im Mittelpunkt der Therapieziele standen.

Selbstverständlich wird eine Psychotherapie niemals verhindern, dass das Leben emotionale Hochs und Tiefs, schmerzvolle Erfahrungen und Rückschläge im Wechsel mit freudvollen und glücklichen Zeiten bereithält. Nach einer erfolgreichen Psychotherapie sollten Sie allerdings Perspektiven und Handlungsstrategien erlernt haben, um in Krisenzeiten das zu tun, was Ihnen guttut und Sie aus Tiefs herausführt. Sie sollten in der Lage sein, Gefühle wahrzunehmen, schwierige Gefühle zu integrieren, sowie gute Zeiten zu erkennen, als verdient anzunehmen und zu genießen. Seine Klienten im Rahmen einer Psychotherapie individuell und professionell zu diesem Ziel zu begleiten bedeutet für Julian Mayr seinem Auftrag als Psychotherapeut gerecht zu werden.

 

Wenn uns etwas aus dem gewohnten Geleise wirft,
bilden wir uns ein, alles sei verloren;
dabei fängt nur etwas Neues, etwas Gutes an.

(Leo Tolstoi)